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  • Ingrid Nothdurft

Frühlingskonzert des AOL



Eine Premiere: sowohl Zeitpunkt als auch Location - wie das auf gut neudeutsch heißt - waren ungewöhnlich. Unser Herbstkonzert, das für vergangenen November geplant war, musste auf Grund der Sperrung der Wilhelm-Busch-Halle in Langenhain verschoben und an einen anderen Ort verlegt werden. Dankenswerterweise haben wir im Bürgerhaus in Marxheim Asyl gefunden und bedanken uns ganz herzlich bei Tobias Undeutsch, der uns bei Terminsuche und Organisation tatkräftig unterstützt hat.

So konnte dann am Sonntag, 17.03.2024 endlich das verschobene Konzert nachgeholt werden. Trotz des veränderten Standortes nicht im heimischen Bergdorf strömten die Besucher gegen 16.00 Uhr zahlreich ins Bürgerhaus, darunter viele bekannte Gesichter, aber auch etliche neue Besucher, die durch Interesse oder auch Zufall auf das Konzert aufmerksam wurden.

Eröffnet wurde das Konzert von dem 1. Orchester des AOL, das seit vielen Jahren unter der bewährten Leitung von Herrn Manfred Klepper steht. Die Sinfonia alla Barocco mit den drei Sätzen Overtüre, Air und dem Finale, ist eine Originalkomposition für Akkordeon-Orchester. Dann ging es in den hohen Norden in die verwunschene Landschaft Norwegens mit schroffen Felsen, tief eingeschnittenen Fjorden, geheimnisvollen Seen zu Peer Gynt, einem wahren Antihelden, einem Trunkenbold, Schwindler und Aufschneider, der skrupellos in seinem Drang nach Macht, Reichtum und Frauen ist. Das Orchester spielte drei Sätze aus der 1. Peer-Gynt Suite von Edvard Grieg: "Morgenstimmung", "Anitras Tanz" und "In der Halle des Bergkönigs". Besonders der letzte Satz zog die Zuhörer in seinen Bann, man sieht die Kompanie kleiner Trolle, Kobolde und Gnome, die Peer Gynt jagen, regelrecht vor sich. Das Machtwort des Bergkönigs macht der wilden Verfolgungsjagd ein Ende.

Auch Henry Mancini übersetzte Geschichten in Musik und erhielt vier mal den Oscar für seine Filmmusiken. Einige davon präsentierte das Orchester bevor die Bühne für Lukas Fürstenberg als Vertreter der Akkordeonschüler frei gemacht wurde. Er brachte ein Walzer-Potpourri zu Gehör. Radu Laxgang, unser Ausbilder, überzeugte mit seiner Virtuosität und seinen tanzenden Fingern. Die Zuhörer gingen beschwingt in die Pause.

Auch im zweiten Teil des Konzertes zeigte sich die Vielfalt der Akkordeonmusik: Rendezvous mit Gershwin, die Filmmusik zu "Spiel mir das Lied vom Tod" im Morricone Special oder Elton John in Concert, Wind of Change, unterschiedliche Genre, aber gekonnt für Akkordeon arrangiert. Zum Schluss wird dann aber doch noch das landläufige Image des Schifferklaviers bedient: Seemannslieder, einmal ganz anders interpretiert: Rock von der Waterkant von der Gruppe Santiano! Ein herzliches Dankeschön an unsere Solisten Steffen von der Heidt am Schlagwerk und E-Piano und Thomas Ziegler an der E-Gitarre. Und natürlich ein großer Dank an unser treues Publikum, das den Weg nicht gescheut und uns mit reichlich Applaus belohnt hat.




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